Waffeln, Fritten und Europa

Waffeln, Fritten und Europa

Fahrt zur Vernonmesse des Städtepartnerschaftskomitees Bad Kissingen

Ein Stück gelebtes Europa

Mit Spezialitäten aus der unterfränkischen Heimat war das Städtepartnerschaftskomitee Bad Kissingen zum 22. Mal zu Gast auf der Foire de Vernon.

Wenn aus Weißwürsten "Saucisses blanches", aus Gerupftem Camembert à la franconienne und aus Kreuzbergbier Bière brune de monastère wird, dann ist das Bad Kissinger Städtepartnerschaftskomitee wieder zu Gast auf der Vernonmesse in der französischen Partnerstadt. La Guinguette de Bad Kissingen, wie der deutsche Stand dort genannt wird, ist für die französischen Freunde ein fester Bestandteil des alljährlichen Stadtfestes. Schon zum 22. Mal repräsentierte das Komitee die Stadt Bad Kissingen auf der Messe, die in diesem Jahr vom 31. Mai bis zum 2. Juni stattfand.

 

In diesem Jahr bestand das Team unter der Leitung von Vizepräsident Michael Eber aus 23 Vereinsmitgliedern, darunter auch die Stadträtin für Städtepartnerschaften Birgit Eber sowie der Ehrenpräsident des Komitees, Dietrich Försch.

Musikalisch begleitet wurden die Kissinger von der Bläsergruppe Rhöner Blechle rund um Peter Sell, die am Stand ordentlich für Stimmung sorgte. Für das Team bedeutet der Einsatz auf der Vernonmesse schon im Vorfeld monatelange Planung und stellt jedes Jahr aufs Neue eine logistische Herausforderung dar. So müssen neben der Ware unter anderem auch Backöfen und Tiefkühltruhen sicher transportiert werden. Hierzu sind mittlerweile mehrere Anhängergespanne notwendig.

 

Dass sich all dieser Aufwand lohnt, darüber war sich das Team jedoch schon bei der Ankunft schnell einig. Wie schon in der Vergangenheit wurden die Kissinger von den französischen Freunden herzlich aufgenommen und bei einem europäischen Abend im Kulturzentrum Vernons zusammen mit Gästen aus der gemeinsamen Partnerstadt Massas offiziell von Bürgermeister François Ouzilleau, der stellvertretenden Bürgermeisterin Léocardie Zinsou, dem Stadtratsbeauftragten für Städtepartnerschaften Johan Auvray sowie dem Präsidenten des Städtepartnerschaftskomitees Vernon, Michel Guibout, empfangen.

Einigkeit herrschte auch über die Bedeutung der Städtepartnerschaften und den hierbei gelebten Austausch. So nannte Léocardie Zinsou in ihrer Ansprache die Partnerschaft zwischen Massa, Vernon und Bad Kissingen "ein gelebtes Stück Europa". "Es sind Aktionen wie diese zur Vernonmesse, die das gemeinsame Europa ausmachen", meinte auch Michael Eber. Birgit Eber fügte an, dass Massa, Vernon und Bad Kissingen im kommenden Jahr bereits das 60. Jubiläum ihrer lebendigen Städtepartnerschaft feiern.

 

Dass der europäische Gedanke zwischen diesen Städten keine Theorie ist, sondern aktiv gelebt wird, wurde bei der Vernonmesse immer wieder deutlich. So entstanden zwischen den Kissinger Standleuten und den Franzosen viele interessante und persönliche Gespräche. Der erfreulich hohe Anteil junger, engagierter Teammitglieder zeigt, dass dieser Gedanke in Kissingen auch in die nächste Generation getragen wird.

"Wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder zu Euch" - nach anstrengenden drei Tagen Foire de Vernon ist dies das schönste Kompliment der französischen Standbesucher, dass das Städtepartnerschaftskomitee Bad Kissingen gerne zurückgibt.

Vereinsfahrt Eisenstadt

40 Jahre Freundschaft mit Eisenstadt

Jede Menge Kissinger waren heuer schon in Eisenstadt zu treffen, wo Ende August wieder die Wein- und Genusstage stattfanden. Neben dem engagierten Team des Städtepartnerschaftskomitees am Verkaufsstand war nämlich auch ein ganzer Reisebus voller Vereinsmitglieder und interessierter Bürger ins Burgenland gereist. Anlass war das 40. Jubiläum der Freundschaft zwischen beiden Städten. Unter der fachkundigen Reiseleitung von Klaus Horch, der Eisenstadt kennt und liebt wie kaum ein Zweiter, wurde den Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm geboten. Für beste Stimmung bereits während der Fahrt sorgten die Musiker von "Rhöner Blechle" , die im Bus zu ihren Auftritten in der Partnerstadt anreisten und bei jeder Rast ein kleines Ständchen gaben. Fast pünktlich erreichte der voll besetzte Bus die Partnerstadt, wo sie von den Präsidenten der Komitees beider Städte Hans Skarits (Eisenstadt) und Maren Schmitt (Bad Kissingen) herzlich begrüßt wurden. Gleich am ersten Abend konnten die frisch angereisten Gäste die Stände der Wein- und Genusstage besuchen und das eine oder andere Glas Wein probieren. Führung durch die Stadt Der zweite Tag begann mit einer Führung durch Eisenstadt. Neben der Bergkirche mit dem Grab Joseph Haydns, dem Kalvarienberg und dem Schloss Esterhazy konnten die Besucher einen Blick in den Schlosspark werfen. Hans Skarits unterhielt die Kissinger mit zahlreichen Fakten und auch sehr persönlichen Geschichten und Erinnerungen rund um die burgenländische Hauptstadt. Alle waren sich einig, dass Bad Kissingens Partnerstadt eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, die bei der kurzen Reise gar nicht alle ausreichend bewundert werden konnten. So planten die ersten Besucher bereits ihre nächste Reise. Der Stadtrundgang endete im Rathaus von Eisenstadt, wo Bürgermeister Thomas Steiner die Reisegruppe begrüßte. Nachdem Bürgermeister Thomas Leiner sich im Namen der Gruppe und der Stadt Bad Kissingen bedankt hatte, überreichte der ehemalige Zweite Bürgermeister Alfred Wacker Steiner ein besonderes Mitbringsel. Zur Erinnerung an die Ursprünge der Freundschaft hatte er die Originaleinladung zum Festakt beim Abschluss der Städtepartnerschaft aus dem Jahr 1978 mitgebracht. Am Nachmittag führten Klaus Horch und Hans Skarits die Reisegruppe zum Neusiedler See, wo es eine kleine Bootsrundfahrt gab. Nach Sopron in Ungarn ging die Reise am nächsten Tag, wo die Altstadt besichtigt wurde, bevor es weiter zur Gedenkstätte der Grenzöffnung ging, wo 1989 der "Eiserne Vorhang" für etwa 500 DDR-Bürger zum ersten Mal geöffnet wurde. Zu sehen gab es außerdem den Steinbruch und die Festivalstätte in Kroisbach (Fertörakos) sowie die Sommerresidenz der Familie Esterhazy in Fertöd. Den Abend verbrachten viele Reisende auf den Wein- und Genusstagen. Und zumeist fand der Abend am Kissinger Stand seinen Ausklang - mit Wein, guter Musik und bei netten Gesprächen unter Freunden aus beiden Städten. Eisenstadt, so waren sich bei der Abreise alle einig, ist immer wieder eine Reise wert.

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Spezialitäten aus den Partnerstädten

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20 Jahre im Dienst der Städtepartnerschaft

Eisenstadt Team 2018

Musik und Genuss in Eisenstadt

Eine Herausforderung bedeutet alljährlich die Teilnahme bei den Eisenstädter Wein- und Genusstagen.

Eine Städtepartnerschaft wird offiziell in Rathäusern geschlossen. Danach gilt es, sie auch auf zwischenmenschlicher Ebene lebendig zu halten. Bei Eisenstadt und Bad Kissingen gelingt dies nun schon seit 40 Jahren. Mit viel Freude und Engagement pflegt das Städtepartnerschaftskomitee Bad Kissingen die Beziehung zu seinen Burgenländer Freunden.

Eine Herausforderung bedeutet da alljährlich die Teilnahme bei den Eisenstädter Wein- und Genusstagen. Das Angebot der Kissinger Verkaufsstände umfasst eine Vielzahl kulinarischer Spezialitäten, die typisch für unsere Heimat sind und die Festbesucher begeistern. Zur Silvanerbratwurst schmeckt bei den meist heißen Temperaturen ein kühles Kreuzbergbier. In den Abendstunden gönnt man sich oftmals lieber ein Glas Frankenwein, Likör oder Schnaps. Die Naschkatzen bevorzugen Kissinger Tropfen und Oblaten, die auch gerne mal auf Vorrat für Zuhause mitgenommen werden.

Natürlich freut sich das Team des Städtepartnerschaftskomitees über den Erlös aus dem fast einwöchigen Arbeitseinsatz - 2017 konnte man beispielsweise durch die Einnahmen vieler Vereinsaktionen der Musikschule ein dringend benötigtes neues Fahrzeug spenden. Doch noch wichtiger ist tatsächlich der Austausch mit den Besuchern am Stand und den vielen Freunden vor Ort.

Gute Gespräche und Gaumenfreuden verbinden, aber Musik darf auch nicht fehlen. Zum 40-jährigen Jubiläum der Partnerschaft sorgten deshalb die vier Musiker von "Rhöner Blechle" für ausgelassene Stimmung. Jürgen Bauer, Wolfgang Heil, Peter Sell und Martin Fenn genossen ihre musikalische Ausbildung im Jugendmusikkorps. Nun nutzten sie die Gelegenheit, der Stadt für diese schöne und erlebnisreiche Zeit zu danken. Als musikalische Botschafter Kissingens spielten sie ohne Gage auf der Eisenstädter Genussmeile, und die Besucher waren begeistert. Es wurde mitgesungen und getanzt, und spontan fanden sich sogar einige Sänger des berühmten Haydnchores zu einem Ständchen ein.

Die fröhliche und entspannte Atmosphäre des Festes bleibt sicher allen Aktiven wieder unvergessen. Vom Eisenstadt-Virus infiziert hörte man beim Abschied viele Stimmen: "Bis ganz bald - aber spätestens in einem Jahr!"

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Jubiläum in Eisenstadt

Vernonmesse 2018

Kissinger machten mit einem Stand wieder bei der Vernonmesse mit

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Kreuzbergbier und Bratwurst in Massa

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Europa der Freundschaft

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