Enge Kontakte nach Massa
Ein Teil des Vorstands des Städtepartnerschaftskomitees e. V. machte sich Anfang März auf den Weg nach Massa, um die Kontakte zu vertiefen und neue Anknüpfungspunkte zu finden. „So gut wie gerade waren die Kontakte nach Massa eigentlich noch nie“, erklärt Vizepräsident Michael Eber und verweist auf die regelmäßige Teilnahme der Massesi beim RakoczyFest. Der Stand aus der Toskana gehört dort genauso zur Tradition wie die beiden aus Vernon und Eisenstadt. Zum ersten Mal sei das Kissinger Komitee außerdem im letzten Jahr der Einladung zum Stadtfest zu Ehren des Heiligen Franziskus, Stadtpatron Massas, gefolgt und habe dort sehr reges Interesse für die fränkische Partnerstadt erlebt.
Nach Ankunft in Marina di Massa wurde die Gruppe direkt von der zuständigen Assessorin Monica Bertoneri und von Franco Tortorella, langjähriger Freund Bad Kissingens und Träger der Bürgermedaille in Silber, herzlich begrüßt.
Bei einem ersten Treffen im Rathaus hatte Bertoneri die Schulleitungen verschiedener weiterführender Schulen eingeladen, um über eine Wiederbelebung des Schüleraustauschs, der seit der Pandemie ins Stocken geraten ist, zu beraten. „Der Schüleraustausch zwischen unseren beiden Städten existiert seit über 35 Jahren und hat Generationen von jungen Leuten zusammengebracht. Er war immer das stärkste Band zwischen Massa und Bad Kissingen“, so die Präsidentin des Komitees, Maren Schmitt, die den Austausch zusammen mit Albrecht Back viele Jahre organisiert hat. Auch wenn die Bedingungen schwieriger geworden sind, gehören die Kontakte unter Jugendlichen zu den wichtigsten Anliegen des Städtepartnerschaftskomitees.
Beim gemeinsamen Abend erkundigten sich Vertreter der Stadt Massa nach der Organisation des Kissinger Komitees und möglichen Kontakten zwischen Sportvereinen, Chören und Musikgruppen.
Seit Bad Kissingen zusammen mit zehn anderen Kurstädten der „Great Spa Towns of Europe“ den Welterbetitel erhalten hat, setzt sich das Städtepartnerschaftskomitee Bad Kissingen auch für die Beziehungen unter den elf Städten ein. So konnte das Präsidium des Vereins den Besuch in Massa auch mit einem Abstecher nach Montecatini Terme verbinden. Dank der Vermittlung durch die Bad Kissinger Site Managerin Anna Maria Boll kam es zu einem Austausch mit ihrer dortigen Kollegin und der stellvertretenden Bürgermeisterin Beatrice Chelli. Bei einer Stadtführung durfte die Gruppe die Stadt Montecatini Terme besser kennenlernen und konnte dabei viele Gemeinsamkeiten zwischen den Städten erkennen. Die imposante Tettuccio-Therme mit ihrer prunkvoll gestalteten Bar brachte alle zum Staunen.
Natürlich blieb auch noch ein wenig Zeit fürs Sightseeing. Franco Tortorella ließ es sich nicht nehmen, spontan eine kleine Jeeptour durch die Marmorbrüche von Carrara für die Gruppe zu organisieren. Und bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich auch Massas Piazza Aranci mit dem Palazzo Ducale von seiner schönsten Seite.
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