Stadtfest in Massa
Ein Fest der Partnerstädte
Die Stadt Massa hatte erstmals die Partnerstädte ein geladen, am Stadtfest zu Ehren des heiligen Franziskus teilzunehmen. Es sollten regionale Spezialitäten ange boten werden und auch ein musikalischer Beitrag stand auf der Wunschliste.
Unter der Leitung von Michael Eber und Maren Schmitt stellte der Verein ein Team zusammen, das die Organisation übernahm. Vier Musiker von „Rhöner Blechle“ sagten zu. Nach einer reibungslosen Anfahrt wurde der Stand auf der Piazza Aranci im Herzen der Altstadt von Massa bezogen. Anwesend waren bereits die französischen Freunde aus Vernon sowie eine Delegation aus dem polnischen Nowy Sacz.
Am nächsten Morgen bot der Platz vor dem Palazzo Ducale bereits ein ganz anderes Bild als am Vorabend, denn lokale Verkäufer und Produzenten hatten ihre Stände rund herum aufgebaut. Während es am Vor mittag noch eher ruhig zuging, wurde es gegen Mittag deutlich voller. Angezogen von den Melodien, die Rhö ner Blechle den ganzen Tag über spielte, drängten sich die Menschen am Kissinger Stand und das Team arbei tete ohne Pause, um genug Brezeln zu backen und Würste zu grillen. Sehr gefragt war auch der Kartoffel salat und so war bereits am Abend des ersten Tages der Großteil der Ware verkauft.
Extra für die Partnerstädte hatte Bürgermeister Francesco Persiani das Fest um einen Tag verlängern lassen. Der Samstag war dabei der ruhigere Tag, so dass es mehr Zeit gab, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. So konnten die Kissinger den Leuten ausführlich erklären, dass es unsere Stadt ist, nach der die Piazza Bad Kissingen benannt worden ist. Alte Bekannte wie Franco Tortorella und Stefania Dell’Amico, beide Träger der Kissinger Bürgermedaille, begleiteten die offiziellen Gäste bei Unternehmungen und unterstützten das Team auf der Piazza.
Für Unterhaltung auf dem Platz sorgten neben Rhöner Blechle auch der Corale Guglielmi, welcher die Natio nalhymnen aller vier Städte und bekannte Stücke von Verdi zum Besten gab. Eine Musikgruppe des Gymna siums F. Palma und viele Darsteller in historischen Kostümen boten ein buntes Programm.
Viele Geschäfte und Restaurants im Zentrum hatten ihre Schaufenster mit den Flaggen der Partnerstädte geschmückt und begrüßten so die Gäste aus Polen, Frankreich und Deutschland. Extra für das Fest hatte außerdem ein Künstler Bilder der Stadtwappen aller Partnerstädte aus gefärbtem Sägemehl angefertigt.
Höhepunkt des Tages jedoch war die Einweihung eines neu gestalteten Platzes, den Massa zu Ehren der Partnerstädte als „Lago della pace e dei gemellaggi“ (Platz des Friedens und der Partnerstädte) getauft hatte. Im Beisein von Bürgermeister Thomas Leiner und der Vertreter der anderen Partnerstädte enthüllte Francesco Persiani, Bürgermeister der Stadt Massa, feierlich die elegante Marmorskulptur in der Mitte des Platzes. Einen Entwurf hatte Persiani dem Kissinger Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel bereits im Vorjahr präsentiert.
Den Sonntag nutzte das Team, um alle mitgebrachten Geräte abzubauen und in den Kleinbussen zu ver stauen. Mit einem Ausflug ins nahegelegene Lucca und einem Teamessen mit „Tordelli“ und „Bistecca alla f iorentina“ in einem typisch massesischen Restaurant endete der Aufenthalt. Am frühen Montagmorgen brach die Gruppe aus Musikern und Komiteemitglie dern schließlich wieder in die Heimat auf – mit deut lich weniger Gepäck, dafür aber voller wunderbarer Eindrücke und Erinnerungen.
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