Rakoczy-Fest
Internationales Flair
Ein Glas Wein aus dem Burgenland, französischer Käse zum Cidre, „dolce vita“ am Massa-Stand – ein Besuch an den Ständen der Partnerstädte gehört für viele einfach zum Rakoczy-Fest dazu. Dass in diesem Jahr endlich wieder alle drei Teams aus Eisenstadt, Massa und Vernon angereist waren, freute daher nicht nur die Präsidentin des Städtepartnerschaftskomitees Maren Schmitt. „Es war eine lange Durststrecke. Die Pandemie hat uns drei Jahre lang stark eingeschränkt. Als wir Anfang Juli erfahren haben, dass neben Eisenstadt und Vernon auch Massa kommt, waren wir wirklich glücklich.“
Die Eisenstädter Winzerfamilien Mühlgassner und Kaiser schenkten auch in diesem Jahr ihren Wein aus. Begleitet wurden sie von einer Delegation mit Stadtbezirksvorsteher und Gemeinderat Josef Weidinger als Vertreter des Bürgermeisters an der Spitze und der Vorsitzenden des Eisenstädter Komitees Obfrau Martha Zeltner.
In Massa hatte mal wieder Franco Tortorella den Stein ins Rollen gebracht und ein Team zusammengestellt. Mit ihm waren der frisch wiedergewählte Bürgermeister Francesco Persiani und die Assessorin für Städtepartnerschaften Monica Bertoneri angereist. Weitere Stadträte und Bürgerinnen und Bürger aus Massa vervollständigten das gut gelaunte Team.
Die größte Gruppe reiste in diesem Jahr aus der Normandie an. Stolz präsentierte Martine Vardon, Präsidentin des Comité de jumelage aus Vernon, ihr buntes Helferteam. „In diesem Jahr sind einige junge Menschen dabei, die zum ersten Mal in Bad Kissingen sind“, erzählte sie voller Freude. Zusätzlich war eine Gruppe von Tänzern und Musikern aus Vernon und Umgebung gekommen, um die Gäste mit normannischen Tänzen zu erfreuen. Jacques Tragin hatte diese Reise seiner Tanzgruppe bereits zum 60. Jubiläum der Städtepartnerschaft 2020 geplant – nun konnte sie nachgeholt werden. Höhepunkt des Festes war für die Gruppe der Festumzug, an dem sie mit einem eigenen Wagen teilnahm.
Noch vor der Eröffnung des Rakoczy-Festes hatte sich Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel die Zeit genommen, die Gäste zu begrüßen. Er freue sich darüber, dass die Städtepartnerschaften mit Bad Kissingen so lebendig sind. Er verwies auf den Ursprung der Idee nach dem 2. Weltkrieg, mit der man den Frieden in Europa dauerhaft sichern wollte – ein großer Erfolg.
Beim gemeinsamen Mittagessen am Samstagnachmittag übernahm Thomas Leiner, 3. Bürgermeister und Stadtratsbeauftragter für Städtepartnerschaften, hob das Engagement der Gastfamilien, die die Gäste für die Dauer des Festes beherbergten, hervor und dankte dem Städtepartnerschaftskomitee sowie Kulturreferent Peter Weidisch und Team für ihre Unterstützung. Er lud zu einem Spaziergang zum neuen Platz der Partnerstädte ein, wo für jede der drei Städte eine eigene Infostele aufgestellt wurde.
Am Sonntagmorgen hatten die Veronesen wie üblich zum Frühschoppen an ihren Stand eingeladen. Mart ine Vardon überbrachte herzliche Grüße ihres Vorgängers Michel Guibout, der aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Am Nachmittag ging es dann für alle in die Maxstraße, wo man gemeinsam den Festzug genoss, bevor die Stände ein letztes Mal öffneten. Etwas müde, aber sehr zufrieden machten sich im Laufe des Montags alle Gäste auf den Weg in ihre Heimat. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Jahr 2024!
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Bilder: Ulrike Weilbach, Harald Beyer


